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Das Jahr 2005, der Herbst, der Winter und das Wunder vom Ofen

Wie Sie sich sicherlich noch erinnern können, ist unser Kamin im letzten Jahr (2004) dem Feuer zum Opfer gefallen. Der Herbst 2005 hat Einzug gehalten. Die Abende werden immer kälter. Wir frieren. Der alte Fränklin, ein Gussofen, ist sehr schön, aber er wärmt nicht. Wir denken an den bevorstehenden Winter.

 

 

Heute hat sich Hermann angekündigt. Plötzlich waren auch Herbert und Lücke da. An einem Tag, der für ihr Kommen sehr ungewöhnlich ist. Auch Jutta, Verena und Monika tauchten auf. Irgendetwas stimmte da nicht. Alle schauten so geheimnisvoll. Hermann, der mit einem Anhänger am Auto vorgefahren war, öffnete diesen und sagte: "Wir haben etwas Brennholz mitgebracht. Lasst es uns ausladen." Wir machten uns an die Arbeit und hinter dem Holz kam eine große Kiste zum Vorschein. Ich verstand nun gar nichts mehr und war sehr aufgeregt. Etwas stimmte hier nicht. Diese Kiste war auch noch furchtbar schwer. Mühevoll wurde sie aus dem Hänger geholt. Dann führte man Mascha, Sylvia, Radi und mich zum Auto, auf dem ein großes Plakat mit vielen Unterschriften lag. Eine Flasche Sekt wurde geöffnet. Alle machten geheimnisvolle Gesichter. Der große, schwere Gegenstand wurde langsam von seiner Verpackung befreit. Ich war bereits mit den Nerven am Ende und dem heulen nah. Etwas Ungeheures ging vor sich. Stück für Stück verlor der Gegenstand seine Umhüllung. Hervor kam ein wunderschöner Ofen. Nun verlor ich vollkommen die Fassung und ließ meinen Tränen freien Lauf. Um mich herum sah ich nur strahlende Gesichter, lauter kleine und große Engel nahmen mich und meine Familie in den Arm und freuten sich über die gelungene Überraschung. Die Lieben haben Geld gesammelt und diesen herrlichen, Wärme spendenden Ofen gekauft, damit wir nicht frieren müssen.