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Mikosch und seine Engel

Es war einmal ein Schimmel namens Mikosch.

 

Herrlich war er anzusehen. Er war treu, zuverlässig und anhänglich. Seinen Besitzern, die ein Fuhrunternehmen haben, machte er viel Freude.

 

Er und seine Kameraden zogen Hochzeitskutschen, waren auf Weihnachtsmärkten und auf vielen anderen Feierlichkeiten zu sehen. Sie arbeiteten für ihre Menschen und ihren Hafer. Viele Jahre zogen ins Land.

 

Mikosch war nun schon 28 Jahre alt. Von mal zu mal wurde es für ihn schwerer seiner Arbeit nachzugehen. Man dachte darüber nach, sich von ihm zu trennen und ein junges, starkes Pferd zu kaufen.

 

Aber wohin mit Mikosch?

 

In der Nähe des Weihnachtsmarktes in Koblenz gibt es ein Büro, die Koblenz-Touristik. Die lieben Menschen, die dort arbeiten, kannten Mikosch schon viele Jahre. Auch sie fühlten, dass es an der Zeit war, sich Gedanken zu machen, was mit Mikosch geschehen sollte.

 

Nach Rücksprache mit seinen Besitzern, bei denen Mikosch es all die Jahre gut hatte, hat die Koblenz-Touristik zusammen mit der Koenitz GmbH als Veranstalter des Weihnachtsmarktes eine Sammelaktion "Rettet den Weihnachtsschimmel Mikosch" gestartet und Geld gesammelt. Sie haben beschlossen dem lieben Tier einen Gnadenbrot-Platz zu finanzieren.

 

Leider wurde Mikosch kurz darauf sehr, sehr krank. Er überlebte nicht. Wie gerne hätten alle Menschen, die für ihn gespendet haben, ihm seine letzten Jahre auf grünen Wiesen mit Kameraden gegönnt.

 

Seine Besitzerin Petra Hamacher, Frau Hirzmann von der Koblenz-Touristik und alle Freunde Mikosch`s waren unendlich traurig, viele Tränen flossen. Aber das Leben geht weiter.

 

Nun wollte man einem Gnadenhof, mit all seinen bedürftigen Tieren, das viele Geld zukommen lassen.

 

Eines Tages klingelte bei uns das Telefon. Frau Hirzmann überbrachte uns die Nachricht einer Spende sowie die Geschichte von Mikosch.

 

Sehr gerne hätten wir Mikosch bei uns aufgenommen und geholfen. Doch leider kam ja alles anders als gedacht.

 

Aber vielleicht wird ja in einigen Jahren einer seiner Kameraden seinen Lebensabend auf dem Gnadenhof Rhein-Hunsrück auf der Weirich-Mühle verbringen dürfen.

 

 

Weiß man es???