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Fari

Ein kleiner, 16 jähriger Yorkshire Terrier namens Fari, wurde eines Tages zu uns gebracht. Frauchen konnten sich nicht mehr um ihn kümmern, weil ihr Vater ein Pflegefall geworden ist. Vater und Hund waren ihr zuviel Arbeit. Total verängstigt und zitternd lag Fari auf seinem Platz. Mein Mann kümmerte sich rührend um den kleinen Kerl. Jede freie Minute war er in seiner Nähe und trug ihn auf dem Arm. Der Kleine liebte meinen Mann und wartete bereits nach kurzer Zeit sehnsüchtig auf seine Streicheleinheiten. Aber einen alten Baum sollte man nicht verpflanzen, das trifft auch auf Tiere zu. Wir stellten fest, dass Fari sehr krank war und seinem Frauchen wahrscheinlich auch deswegen unbequem wurde. Er konnte weder Kot noch Urin halten. Unser Tierarzt versuchte ihm zu helfen. Aber alle Mühe war vergeblich. Wir konnten Fari nach einigen Tagen nur noch von seinen Qualen erlösen.

 

Dem kleinen Hund hätte man seine Ängste und Not ersparen können, wenn man ihm die kurze Zeit, die ihm noch blieb, in seiner gewohnten Umgebung gelassen hätte.

 

 

Übrigens: Bis heute hat sich von der Familie, in der Fari einmal gelebt hat, niemand nach dem kleinen Hund erkundigt!